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Konferenz: §218 abschaffen!

6. Juli 2016

Das vom Humanistischen Verband Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. unterstützte Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung lädt am Samstag, den 9. Juli, und am Sonntag, den 10. Juli, zur Konferenz „Mein Körper – Meine Verantwortung – Meine Entscheidung: weg mit §218!“ ein.

Die Konferenz soll eine neue Debatte über den § 218 entfachen“, kommentiert Ines Scheibe, Bündniskoordinatorin und selbst für den Humanistischen Verband in der psychologischen Beratung tätig. Scheibe weiter: „In Deutschland steht ein Schwangerschaftsabbruch nach § 218 noch immer unter Strafe und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei gestellt. Es ist ein Skandal, dass bis heute für Frauen und Mädchen kein uneingeschränktes Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper besteht und hier eher Rückschritte als Fortschritte zu verzeichnen sind.“

In Deutschland ist in den letzten Jahren der Druck seitens Lobbygruppen und Parteien gestiegen, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzuschränken. Die rechtspopulistische Partei die Alternative für Deutschland (AfD) fordert gar ein generelles Verbot. „Lebensschützer“ treten für den Erhalt der Ehe zwischen Mann und Frau ein und lehnen gleichgeschlechtliche Beziehungen ab. Homophone und sexistische Positionen werden wieder gesellschaftsfähig.

Immer wieder erleben Ärzt_innen Anfeindungen, Beratungsstellen werden mit Klagen überzogen, einigen droht die Schließung. Nicht nur die Situation in Deutschland sondern auch international soll am Wochenende mit Pro-Choice Aktivisten_innen aus Irland, Polen und Spanien sowie Vertreter_innen aus Medizin und Politik erörtert werden.

Die Konferenz startet mit der Geschichte des Widerstands gegen den Strafrechtsparagrafen 218 und endet mit der konkreten Planung des Aktionstages am 17.09.2016, den das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung seit 2013 jährlich als Protest gegen den „Marsch für das Leben“ organisiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass sexuelle Selbstbestimmung ein Menschenrecht ist.

Wir rufen auf zum Aktionstag gegen den „Marsch für das Leben“ am 17.9.2016 in Berlin. Weg mit § 218! Für ein Leben und Lieben ohne Bevormundung! Für die Vielfalt der Lebensentwürfe!

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KONFERENZ - DETAILS

Samstag, 9. Juli 2016 von 11 - 20 Uhr und Sonntag, 10. Juli  2016 von 10 - 13 Uhr

Im Schloss 19, Schlossstraße 19, 14059 Berlin (U2 Sophie-Charlotte-Platz). Der Eintritt ist frei.

Programm: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/…/konferenz-2016-p…/

Anmeldung: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/konferenz-2016/

 

DAS BÜNDNIS FÜR SEXUELLE SELBSTBESTIMMUNG

Das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ ist ein breites Bündnis aus Beratungsstellen, verschiedener feministischer und allgemeinpolitischer Gruppen, Verbänden, Gewerkschaften und Parteien sowie Einzelpersonen. Gegründet wurde es 2012 und organisiert seither Proteste gegen den jährlich stattfindenden, bundesweiten “Marsch für das Leben” (vormals “1000 Kreuze Marsch”). http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de

DIE BÜNDNISERKLÄRUNG

Die Bündniserklärung und alle bisherigen Unterzeichner_innen finden Sie auf der Webseite des Bündnisses:

– Bündniserklärung: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/ buendniserklaerung/

– UnterzeichnerInnen: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/ buendnis/unterzeichnungen/